Oft gestellte Fragen – beantwortet für unsere Autoren

Tagtäglich begegnen wir Autoren, die ein Buch geschrieben haben, aber leider oft über die Tücken der Materie stolpern.
Unwissenheit und auch die Tatsache, dass sich die Verlage nicht gerne in die Karten der Gepflogenheiten sehen lassen, bringen oft Kummer und Misserfolg für viele Autoren.

Wir möchten daher einen ehrlichen Einblick hinter die Kulissen gewähren, wie es sich rund um den Bereich Buch verhält.

Die Lage am Buchmarkt

Zu Großmutters Zeiten einmal war es ein Privileg zu schreiben. Das Wort Schriftsteller hatte einen magischen Klang, die Protagonisten dieser Spezies waren mindestens genauso angesehen wie Plattenstars. Es gab auch nicht viele. Gerade in der Nachkriegszeit hatte kaum einer die Zeit zu schreiben oder aber den Ausbildungsstand. Oder das Talent war da, aber es fehlte das Geld, um sich die notwendige Zeit auch nehmen zu können. Und letztendlich war es bis zur „Computerrevolution“ in den 90ern noch notwendig, alles, was der Geist hervorbrachte, auf Schreibmaschine zu tippen. Fehler zu machen, wurde schwer bestraft. Änderungen von einigen Sätzen wurden ein Kraftakt, demzufolge man die ganze Seite (Seiten) komplett neu schreiben musste. Und am Ende die „fehlerfreie“ Reinschrift. – Fast unmöglich. 90% der Zeit verbrachte man mit reinen Tipparbeiten, der eigentliche kreative Prozess trat in den Hintergrund. Ebenso musste aber dann im Verlag mit dem Skript verfahren werden. Alles von Hand. Setzen von Hand, Reinschreiben von Hand, ein Aufwand, demzufolge es nur sehr wenige Verlage überhaupt gab.

Heute ist alles anders! Fast jeder hat einen PC, Korrekturprogramme und Funktionen, Textverarbeitungsprogramme und Drucker machen den Schaffensprozess des Schreibens schmackhaft. Und man hat Zeit! Viel Zeit! Und heute kann deshalb ein jeder schreiben. Man nennt sich Schriftsteller und legt los. Scharen gelangweilter Hausfrauen erdenken Kinderbücher, hunderte Veteranen arbeiten an der inneren Aufarbeitung von Stalingrad, gern genutztes Mittel der Bewältigungspsychologie:

„Schreiben Sie es auf!“

Und so ist heute Realität, was in den 90ern noch undenkbar war. Schätzungen besagen, dass jährlich ca. 800.000 – 1.000.000 (!) – in Worten, sonst glaubt man’s nicht – achthunderttausend bis eine Million Manuskripte bei den Verlagen eingereicht werden. Die vielen Selbstverlage und Modeerscheinungen des „On Demand“-Buchdrucks, auch für kleine Auflagen, tragen auch dazu bei, dass zurzeit etwa 110.000 (hundertzehntausend) schriftliche Werke jährlich veröffentlicht werden.

Das macht jeden Tag 301, zwölfeinhalb Stück in der Stunde, alle 4,8 Minuten eines, Tag und Nacht!

Wer um Gottes Willen soll das alles noch lesen, bzw. kaufen?

Bezeichnenderweise aber ist die gefürchtete Entwicklung am Buchmarkt nicht so dramatisch, wie von der Fachwelt angenommen. Der Leser ist durchaus mündig und weiß sehr gut die Qualität von Wühltischartikeln zu unterscheiden! Unterm Strich bleibt eine Buchanzahl, die sehr gering, aber in hoher Qualität somit weit über 90% des gesamten Umsatzes der Buchbranche bestreitet.

Der talentierte Autor geht aber oft in der Flut der Erscheinungen unter. Es gehört also auch ein wenig Glück dazu Erfolg zu haben, Inhaltsqualität reicht heute nicht mehr aus.

Man muss sich also weder als Autor, noch als Verlag vor der Buchschwemme fürchten!

Für die Verlage ergibt sich aus dieser Buchschwemme, dass für den vielversprechenden Neuling einfach kein Platz mehr ist. Sein Werk verschwindet in der Masse. Selbst „Versuchsauflagen“ von auch nur einigen hundert können hier auf Dauer für einen Verlag zum wirtschaftlichen Selbstmord werden. Werke, die vor zehn Jahren vielleicht noch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wenigstens ihre Entstehungskosten wieder eingespielt hätten, verschwinden heute unbemerkt in der Vergessenheit. Wo der Autor vor zehn Jahren noch stöhnte: „Leider nur fünfhundert verkauft dieses Jahr!“, ist eine solche Zahl heute schon ein durchaus beachtlicher Erfolg, der aber auch dann meist einen noch größeren Erfolg nach sich zieht. Es gibt ihn fast nicht mehr, den mittleren Erfolg eines Buches. Landet das Buch im Programm einer Buchhandelskette, verdient man damit ordentlich. Schafft man dies als Verlag nicht, verdient man wenig oder gar nichts am Titel. Die Grauzone im Erfolgsbereich gibt es fast nicht mehr. Mehr denn je heißt es Sekt oder Selters!

Urheberrechtsschutz

„Hurra, ich habe ein Buch geschrieben!“

Voller Freude drucken Sie es aus, in weiser Voraussicht gleich zehnmal, es könnte ja sein, dass einer der Verlage nicht gleich erkennt, was für ein Genie Sie sind. Sie verschicken diese und warten. Und warten. Und während des Wartens kommen Ihnen so einige Gedanken: Das Buch ist gut, warum meldet sich niemand? Hat man es bekommen? Oder sagt man dort vielleicht nur, man hat es nicht bekommen, aber warum? Um es vielleicht selbst herauszubringen, es einfach zu stehlen, den Autor so um den gerechten Lohn zu prellen?

Sie werden immer nervöser! Wenn man Ihnen auch nicht den ganzen Text klaut, so kann man Ihnen doch eine Absage erteilen und große Teile einfach stehlen, ein wenig umformulieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihren geänderten Text jemals als Buch zufällig in die Finger bekommen ist gleich Null. Und selbst wenn! Beweisen Sie, dass das Buch von Ihnen ist! Schwierig, schwierig…

Der Gesetzgeber erkennt denjenigen als Urheber an, der als erster nachweislich im Besitz des Skriptes war. Veröffentlicht der Verlag im Januar 2015, müssten Sie als Autor beweisen, dass Sie schon lange Zeit vorher über das Skript verfügt haben.

Dies kann man erreichen durch notarielle Hinterlegung oder durch andere Gesellschaften, die hier eine kostenpflichtige Hinterlegung anbieten. Aber im Gegensatz zum Notar ist der reine Dienstleister, bei dem Sie hinterlegen, rechtlich zweifelhaft, da ja dieser auch wiederum im Streitfall den Nachweis erbringen muss!

Und beide Möglichkeiten kosten sehr viel Geld!

Es gibt aber einen sehr kostengünstigen Ausweg…

Drucken Sie Ihr Buch aus, in Papierform, packen dies in ein Packet, ab damit zur Post. Versenden Sie dieses Packet an sich selbst, mit Einlieferungsbeleg. Das Packet erhalten, dürfen Sie dieses keinesfalls öffnen! Der Poststempel auf dem ungeöffneten Packet zusammen mit dem Beleg ist ein absolut wasserdichter Beweis für den Besitz des Skriptes zum gestempelten Zeitpunkt, von Ihnen verschickt. Sie können also zur Beweisführung dem Richter das ungeöffnete Packet auf den Tisch knallen, der Poststempel wird vom Gesetzgeber als „amtlich“ anerkannt. Jedenfalls wurden vergleichbare Gerichtstermine alle von den Autoren haushoch gewonnen, die Urheberschaft diesen zugesprochen. Der stehlende Verlag hat das Nachsehen und muss Sie hoch entschädigen.

Buchmessen

Hochgejubelt, heißbegehrt, aber für den Autor meist nur eine Seifenblase.

Man rechne: Bereits ein einziger Meter Standfläche kostet den Verlag bereits Hunderte von Euro. Plus Strom und Nebenkosten extra. Bedeutet, wenn man einen oder mehrere Autoren dort vorstellen möchte, einen Kostenpunkt von einigen tausend Euro. Nun ist es aber leider auch noch so, dass die Messekosten nicht durch den Erlös des Buches gedeckt werden müssen, sondern durch den zusätzlichen Erlös, der gerade erst durch den Messeauftritt erreicht wird. Alles andere ist Augenwischerei!

Bei einer Spanne von max. einem Euro pro Buch müsste also der max. einstündige Lesungsauftritt des Autors dazu führen, dass daraufhin auch einige tausend Exemplare verkauft werden.

Wie soll das gehen, wenn aufgrund der Platzverhältnisse nur 20 Leute da waren, von denen auch nur die Hälfte wirklich zugehört hat und daraufhin davon wiederum nur die Hälfte sagt:

„Kauf ich!“

Die fünf verbliebenen Käufer sind dann meist noch Verwandte des Autors, die ihr Exemplar sowieso kostenlos haben wollen!

Selbst wenn also der Verlag mitmacht und das Buch mitsamt dem Autor auf die Messe schickt, darf man sich als Autor davon nicht viel (am besten gar nichts) versprechen. Spürbar wird dieser Auftritt für die Tantiemenabrechnung des Autors jedenfalls nicht. Von dem Unterschied können Sie sich vielleicht gerade einmal beim Italiener eine Pizza gönnen. Aber aufs Trinkgeld und das Tiramisu hinterher müssen Sie wahrscheinlich verzichten!

Die Buchmesse ist eine vom Autor völlig missverstandene Veranstaltung. Sie dient in erster Linie dazu, intern den Buchmarkt am Laufen zu halten. Da verhandeln Verlage mit Druckereien, die Druckereien bekommen dort die neuesten Maschinen präsentiert, die Verlage schachern untereinander Verträge und Autoren, stecken Grenzen ab:

„Du machst Sachbücher, ich Romane!“

Da sind dann noch die Literaturagenturen, die versuchen, dem besuchenden Autor sein sauer verdientes Geld eher aus der Tasche zu ziehen, als diesen zum Erfolg zu führen.

Die buchinteressierten Normalbesucher stellen sich nicht selten als Elstern heraus, nicht selten kommt es vor, dass Bücherstände am Abend auf wundersame Weise „leerbesichtigt“ wurden. Bis zu zweimal täglich müssen diese – trotz „Wachpersonal“ – vom Aussteller wieder aufgefüllt werden.

Derjenige aber, der von dem ganzen Trubel am allerwenigsten profitiert, ist derjenige, um den es eigentlich geht: Der Autor!

Denn selbst der bücherklauende Besucher hat noch mehr davon, nämlich Ihr Buch kostenlos!

Der inkognito umherziehende Agent des großen Verlagskonzerns jedoch, der auf Talentsuche die Stände absucht und Ihr Buch dort dem Kleinverlag abkauft, um Sie zu Ruhm und Literaturpreis zu führen…      hallo? Schlafen Sie? Aufwachen!

Ein nicht existenter Traum. Diesen Agenten gibt es genauso wenig wie einen Wolpertinger. Er ist ein Produkt der erfolglosen Träumer und Idealisten, die sich an jedem erfolglosen Tag denken: „Vielleicht, eines Tages…“

Gerne wird die Existenz dieser Figur auch durch die ominösen Literaturvermittlungsagenturen bestätigt und Ihnen hinter vorgehaltener Hand zugetuschelt, man hätte da gewisse Kontakte, wenn Sie dafür….!

Und schwupp, haben Sie einen Interessen-Vertretungsvertrag mit einer einmaligen „Aufwandspauschale“ und umfangreichen „Honorar-Abtretungen“ im Erfolgsfall unter der Nase, unterscheiben Sie bitte rechts unten! Aber denken Sie einmal logisch nach:

Warum sollte ein großer Publikumsverlag sich die Mühe machen und in den weiten Hallen nach Büchern suchen, die von der Konkurrenz bereits publiziert wurden und die erst für teure Lizenzgebühren erkauft werden müssten, wo doch demselben Verlagskonzern täglich hunderte Manuskripte auf den Tisch flattern – völlig kostenlos? Da würde sich nicht einmal das Gehalt dieses Talentscouts rechnen. Und überhaupt. Wozu einen solchen unterhalten und dafür bezahlen, wo doch die Talente wöchentlich zu Hunderten und Tausenden an den Verlagstoren Schlange stehen?

Richtig das macht keiner! Also lieber Autor, Sie müssen jetzt ganz tapfer sein… solche Agenten gibt es nicht!

Was ein Buch wirklich kostet

„Was nur 10%?“, wundert sich der Autor, dessen Buch angenommen wurde.

„Die wollen doch nur selbst daran verdienen!“

Und damit ist dieser aber tatsächlich noch sehr gut bedient!

Warum diese Summe eigentlich noch sehr hoch ist, kann man anhand der Rechnung ersehen, die notwendig ist, um ein Buch zu kalkulieren.

Wichtigster Punkt ist hier der Buchhandelsrabatt.

Wenn der Endverbraucher beim Buchhändler um die Ecke bestellt, dann verlangt dieser ca. 30-40 Prozent Nachlass vom Verlag. Muss er auch!

Denn wenn er dem Besteller ein Buch für beispielsweise 10 € verkauft, ist der Aufwand für den Händler schon auch nicht zu verachten. Verlag heraussuchen, dort anrufen oder schreiben, liefern lassen, auspacken, sortieren, evtl. Preise auszeichnen, in die Buchhaltung eintragen und letztendlich den Menschen bezahlen, der all diese Tätigkeiten vornimmt, einschließlich den, der am Ende an der Kasse steht und (hoffentlich) lächelnd säuselt: „9,90 bitte!“

Da sind die 3-4 Euro Verdienstspanne für diesen logistischen Kraftakt nicht gerade sehr viel.

In der Bestellpraxis ist es deshalb ein ungeschriebenes Gesetz zwischen Verlag und Händler, dass der Rabatt nie unter 30% fällt, selbst dieser ist schon grenzwertig. Im Gegenteil sind ab zehn Exemplaren immer auch noch „Partiestücke“ fällig, das heißt pro zehn Exemplare ein Freiexemplar. Und dies bedeutet wiederum erneut 10% Rabatt, die in die Rechnung mit einfließen müssen.

Der Verlag steht also da und weiß, dass er dem Händler einen Rabatt von insgesamt ca. 45% einräumen muss.

„Dann gebt doch dem doofen Händler weniger Rabatt!“, bekam ich auch schon von einem Autor zu hören. Klar, nur dann bestellt der kein zweites Buch mehr bei mir, da es dann für Ihn wirtschaftlich einfach uninteressant ist.

Zurück zur Rechnung…

Für den Verlag bedeutet das, dass er vor Vergabe des Rabatts von 45% in den ihm verbleibenden 55%, sprich 5,50 €, alle Kosten gedeckt haben muss. Und da wären:

Druckkosten, Versandkostenanteil, Verpackung, Porto, die Prozente für den Autor und selbst möchte der Verlag ja auch noch etwas verdienen, ach ja die Mehrwertsteuer.

Problematisch ist dann zusätzlich, dass man beispielsweise für ein 150 Seiten starkes Büchlein ohne Farbbilder nicht unbegrenzt Geld verlangen kann. Da ist bei 9,90 meist schon zugedreht. Jetzt kostet aber der reine Druck heutzutage selbst schon ca. 3-6 €, je nach Auflage. Und in die Spanne bis zu den erwähnten 55% (hier ca. 5,50 €) müssen jetzt all diese Dinge wie Porto (mind. 85 Cent allein Porto für Buchsendung), Autorenprozente (ca. 1 €), Verpackungsmaterial (ca. 30 Cent), Löhne & Gehälter mit hinein. Dann hat der Verlag noch einmal Mehrwertsteuer zu entrichten und möchte am Ende auch wenigstens 5 % übrigbehalten. Eine Rechnung, die nicht aufgeht!

Und da war dann noch der Buchhandlesvertreter, der ja auch noch 5% Provision haben will.

Daher werden auch im Taschenbuchbereich die Prozente immer mehr und mehr gekürzt. Autorenprozente um die 5% begegnen einem immer öfter und dies bei Großauflagen, die in die Zehntausende reichen und in Produktions-Billigländern wie China produziert wurden, um den reinen Druckpreis auf ca. 3 € incl. Steuer und Einfuhr drücken zu können und trotzdem ist die Rechnung noch knapp.

Daher sind Sie als Autor mit 10% mehr als göttlich bedient, daher halten Sie besser den Mund und fühlen sich lieber hoch geadelt über diesen großzügigen Anteil!

Sollten Sie mehr als 10% erhalten wollen, so ist dies nur dadurch zu erreichen, dass man den Ladenpreis entsprechend anhebt, denn schließlich muss das was an den Autor nun zusätzlich fließt irgendwie finanziert werden. Gerade höherpreisige Sachbücher und Belletristik verkraften dies aber mühelos. Oder aber man vergrößert die Auflage um somit die Produktionskosten entsprechend drücken zu können. Bei Kinderbüchern aber und anderem, was aufgrund der niedrigen Seitenzahl sowieso schon sehr billig sein muss, wird es dann sehr schwierig…

Autorenverträge

„Was nur 10%?“, wundert sich der Autor, dessen Buch angenommen wurde.

„Die wollen doch nur selbst daran verdienen!“

Und damit ist dieser aber tatsächlich noch sehr gut bedient!

Warum diese Summe eigentlich noch sehr hoch ist, kann man anhand der Rechnung ersehen, die notwendig ist, um ein Buch zu kalkulieren.

Wichtigster Punkt ist hier der Buchhandelsrabatt.

Wenn der Endverbraucher beim Buchhändler um die Ecke bestellt, dann verlangt dieser ca. 30-40 Prozent Nachlass vom Verlag. Muss er auch!

Denn wenn er dem Besteller ein Buch für beispielsweise 10 € verkauft, ist der Aufwand für den Händler schon auch nicht zu verachten. Verlag heraussuchen, dort anrufen oder schreiben, liefern lassen, auspacken, sortieren, evtl. Preise auszeichnen, in die Buchhaltung eintragen und letztendlich den Menschen bezahlen, der all diese Tätigkeiten vornimmt, einschließlich den, der am Ende an der Kasse steht und (hoffentlich) lächelnd säuselt: „9,90 bitte!“

Da sind die 3-4 Euro Verdienstspanne für diesen logistischen Kraftakt nicht gerade sehr viel.

In der Bestellpraxis ist es deshalb ein ungeschriebenes Gesetz zwischen Verlag und Händler, dass der Rabatt nie unter 30% fällt, selbst dieser ist schon grenzwertig. Im Gegenteil sind ab zehn Exemplaren immer auch noch „Partiestücke“ fällig, das heißt pro zehn Exemplare ein Freiexemplar. Und dies bedeutet wiederum erneut 10% Rabatt, die in die Rechnung mit einfließen müssen.

Der Verlag steht also da und weiß, dass er dem Händler einen Rabatt von insgesamt ca. 45% einräumen muss.

„Dann gebt doch dem doofen Händler weniger Rabatt!“, bekam ich auch schon von einem Autor zu hören. Klar, nur dann bestellt der kein zweites Buch mehr bei mir, da es dann für Ihn wirtschaftlich einfach uninteressant ist.

Zurück zur Rechnung…

Für den Verlag bedeutet das, dass er vor Vergabe des Rabatts von 45% in den ihm verbleibenden 55%, sprich 5,50 €, alle Kosten gedeckt haben muss. Und da wären:

Druckkosten, Versandkostenanteil, Verpackung, Porto, die Prozente für den Autor und selbst möchte der Verlag ja auch noch etwas verdienen, ach ja die Mehrwertsteuer.

Problematisch ist dann zusätzlich, dass man beispielsweise für ein 150 Seiten starkes Büchlein ohne Farbbilder nicht unbegrenzt Geld verlangen kann. Da ist bei 9,90 meist schon zugedreht. Jetzt kostet aber der reine Druck heutzutage selbst schon ca. 3-6 €, je nach Auflage. Und in die Spanne bis zu den erwähnten 55% (hier ca. 5,50 €) müssen jetzt all diese Dinge wie Porto (mind. 85 Cent allein Porto für Buchsendung), Autorenprozente (ca. 1 €), Verpackungsmaterial (ca. 30 Cent), Löhne & Gehälter mit hinein. Dann hat der Verlag noch einmal Mehrwertsteuer zu entrichten und möchte am Ende auch wenigstens 5 % übrigbehalten. Eine Rechnung, die nicht aufgeht!

Und da war dann noch der Buchhandlesvertreter, der ja auch noch 5% Provision haben will.

Daher werden auch im Taschenbuchbereich die Prozente immer mehr und mehr gekürzt. Autorenprozente um die 5% begegnen einem immer öfter und dies bei Großauflagen, die in die Zehntausende reichen und in Produktions-Billigländern wie China produziert wurden, um den reinen Druckpreis auf ca. 3 € incl. Steuer und Einfuhr drücken zu können und trotzdem ist die Rechnung noch knapp.

Daher sind Sie als Autor mit 10% mehr als göttlich bedient, daher halten Sie besser den Mund und fühlen sich lieber hoch geadelt über diesen großzügigen Anteil!

Sollten Sie mehr als 10% erhalten wollen, so ist dies nur dadurch zu erreichen, dass man den Ladenpreis entsprechend anhebt, denn schließlich muss das was an den Autor nun zusätzlich fließt irgendwie finanziert werden. Gerade höherpreisige Sachbücher und Belletristik verkraften dies aber mühelos. Oder aber man vergrößert die Auflage um somit die Produktionskosten entsprechend drücken zu können. Bei Kinderbüchern aber und anderem, was aufgrund der niedrigen Seitenzahl sowieso schon sehr billig sein muss, wird es dann sehr schwierig…

Druckverfahren

On-Demand ist das Schlagwort, das seit langem durch die Medienwelt geistert und dem verzweifelten Autor die Erlösung aus der erfolglosen Verlagssuche verspricht, indem dieser selbst zum eigenen Verleger werden soll.

Bei dieser Lösung wird, wie der Name schon sagt, erst bei direkter Nachfrage gedruckt. Der Nachteil wird schnell deutlich: Der Besteller muss unter Umständen wochenlang auf das Buch warten und der Preis der Herstellung ist ebenfalls deutlich höher als üblich. Der Endverkaufspreis ist dann meist nicht mehr konkurrenzfähig. Des Weiteren hat der Autor bei dieser Lösung, meist als Selbstverlag, noch diverse andere Hürden zu meistern. ISBN-Anträge, Pflichtversand an die Staatsbibliotheken, VLB-Einträge und die Gewerbeanmeldung. Und da ist dann noch der On-Demand-Anbieter, der ja auch noch eine Verkaufsprovision haben will! Alles Dinge, die bezahlt werden müssen. Vom Autor!

Und die Suche des Autors nach einem Verlag geht weiter. Hat man dann endlich einen Verlag gefunden, taucht oft die ängstliche Frage des Autors auf:

„Wie hoch ist denn die Erstauflage?“ Und in seinem zitternden Auge schimmert die Angst, dass der Partnerverlag, wie so viele andere, ebenfalls nach dem On-Demand-Prinzip arbeitet. Sicherlich gibt es das und der Vorteil des Verlages besteht in der geringen Lagerhaltung sowie in dem Umstand, dass bei einem Misserfolg kein „totes Kapital“ in seinen Kellern verrottet.

Im Bezug auf die Herstellungskosten ist der Offsetdruck aber immer noch ungeschlagen und ermöglicht sowohl dem Verlag eine hohe Gewinnspanne, als auch dem Autor eine angemessene Beteiligung. Doch lohnenswert ist diese Drucktechnik erst ab 1000 Exemplaren. Doch auch diese müssen erst bezahlt und anschließend gelagert werden und bilden auch gerne übriggebliebene Haufen von einigen hundert, die in den Verlagskellern irgendwann vom Schimmel bedeckt werden.

Die Lösung für den Verlag ergibt sich aus der Kombination moderner Drucktechniken mit bewährten Verfahrensweisen. Durchaus sinnvoll ist es, die neuen Laserdrucktechniken, die für das On-Demand- Verfahren verwendet werden, zu nutzen, um so auch für den Verlag das Risiko eines neuen Autors mit unsicheren Absatzerwartungen auf sich nehmen zu können. Der Druck von kleinen Schüben von 100-200 Stück gewährleistet hier moderate Herstellungs- und Abverkaufspreise, verringert die Lagerhaltungskosten und vermeidet totes Kapital. Und sollte sich der neue Titel doch als Kassenschlager herausstellen, ist es nach der Erstellung der Druckvorlage binnen weniger Tage möglich, tausende Exemplare nachzudrucken und so jede Nachfrage zu decken.

Die vielgefürchtete Frage des Autors an den Verlag nach der Höhe der Erstauflage ist also ein irrelevantes Relikt aus der Vorzeit, welches heutzutage einfach nicht mehr wichtig ist, vorausgesetzt natürlich, man arbeitet wirklich mit Schüben zu Hunderten und produziert nicht jedes Buch einzeln – eben On-Demand. Wichtig ist einzig, ob generell wirklich On-Demand im strengen Sinne oder in Kleinauflagen produziert wird. Etwas, das Sie am Endverkaufspreis und an der Lieferfrist schnell ableiten können. Irrtümlicherweise werden hierbei Kleinauflagen gerne dem On-Demand-Prinzip zugeordnet. Dies ist aber nicht richtig, da man sich hier nur der Drucktechnik und einer Risikominderung bedient, aber alle Vorteile der Großauflage immer noch beibehält. Ein Verfahren, das sich zweifellos in Zukunft durchsetzen wird. Sofern es das nicht schon lange getan hat!

VG-Wort

Verwertungsgesellschaft-Wort.

Nicht lebenswichtig für einen Autor, der noch ums Erscheinen kämpft, aber überaus wissenswert, wenn man, auf welche Art auch immer, veröffentlicht wurde.

Ähnlich wie die GEMA für Musik regelt diese die Ausschüttung der Bibliothekstantiemen.

Zugrunde gelegt wird hier der Gedanke der Vergütung eines möglichen Kopieraufkommens und der Nutzung durch den Endverbraucher, belegt durch Verleihziffern der öffentlichen Bibliotheken.

Viele Autoren im Selbstverlag wissen jedoch davon nichts, niemand macht Sie darauf aufmerksam. Auch Autoren, die im Verlag veröffentlichen, werden von diesem oft nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen.

Einerseits ist die minimale Ausschüttungsquote bei einem Flop des Titels mit ca. 150 Euro pro Jahr nicht gerade hoch. Interessant ist aber andererseits die Dauer der Ausschüttung: bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Autors!

Bei Sachbüchern ist der Mindestsatz ungefähr der zehnfache. Dies, weil angenommen wird, dass ein solches ein stark erhöhtes Kopieraufkommen hat, aber andererseits auch nach ca. zehn Jahren meist spätestens durch fortschreitenden Wissensstand der Forschung seinen Aktualitätswert verliert.

Werden nun durch die Bibliotheken erhöhte Ausleihziffern gemeldet, erhöhen sich natürlich die Sätze drastisch. Für einen Bestseller kann dies dann schon einmal einen Scheck bedeuten, der einem einen Urlaub ermöglicht – First Class!

Aber mit dieser Erhebung ist das so eine Sache, müssen Sie wissen…

Es wird jedes Jahr willkürlich von der VG-Wort eine kleine Anzahl von Bibliotheken ausgewählt, die stellvertretend für alle einen Querschnitt an Verleihziffern liefern. Diese werden dann einfach hochgerechnet. Dies hat Vor- und Nachteile.

Einerseits wird davon ausgegangen, dass ja nicht jedes erschienene Buch in einer Bibliothek auch erfasst werden kann. Könnte ja sein, dass in den zur Erhebung ausgewählten Ihr Titel gerade „zufällig“ nicht verfügbar ist, das würde dann bedeuten: Keine Verleihziffern, keine Tantiemen!

Um diese mögliche Ungerechtigkeit auszugleichen, wird dann allen Büchern, die nicht durch Meldung dieser Bibliotheken benannt werden, der pauschale Mindestbetrag für geringfügige Verleihziffern zugestanden.

Dies bringt den Vorteil, dass jeder Autor in diesen Genuss kommt, auch wenn sein Buch niemals in einer Bibliothek landet oder auch nur ein einziges Exemplar davon verkauft wird.

Nun gibt es ganz schlaue Autoren und Verlage, die denken, dass man durch großzügige, aber eigentlich verbotene, „Schenkungen“ an die meist zur Erhebung herangezogenen Großstadt- und Universitätsbibliotheken dem eigenen Titel zu verstärkten Ausleihzahlen verhelfen kann und somit auch aus einem Ladenhüter einen ansehnlichen Scheck herauslocken kann.

Aber so etwas wäre erstens verboten und zweitens auch ein wenig unfair, darum machen wir so etwas natürlich nicht, oder?

Infos zur Antragsabwicklung für den Autor gibt es unter:

VG-Wort

Goethestr. 49

80336 München

Hier kann man auch online seinen Antrag ausfüllen oder anfordern:

www.VGWort.de

Verlage, deren Größen und Bedeutung für den Autor

Druckkostenzuschussverlage/ Dienstleistungsverlage

Schon Goethe finanzierte seine ersten Bücher selbst, es ist eine gängige Praxis, die existiert seit es Bücher gibt. Rund 30% der Bücher, die erscheinen, wurden schon zu Goethes Zeiten selbst finanziert, heute sind es aufgrund des Überangebots und der Möglichkeit, auch für den kleinen Autor billig zu produzieren, mehr als 90%, zählt man alle Erscheinungen aus den Randbereichen hinzu!

Man kann diese beiden Verlagsformen eigentlich in einen Topf stecken, da der unternehmerische Gedanke eigentlich der gleiche ist: Risikominderung!

Die Tendenz geht heute mehr und mehr dazu über, dass viele Verlage nur noch den Weg sehen, das wirtschaftliche Risiko wie gesagt abzuwälzen, um überhaupt noch den neuen Autor annehmen zu können. Autorenbeteiligungen sind eine unvermeidbare Begleiterscheinung geworden, denen einzig die wirklich großen Verlagskonzerne (noch) nicht folgen müssen. Von den einhundert wirklich guten neuen Büchern schaffen es nur fünf, einigermaßen erfolgreich zu sein. Meist sogar weniger. Klar, dass dann die enttäuschten 95 Autoren der ja an sich qualitativ hochwertigen Bücher enttäuscht die Fäuste recken und lauthals „Abzocke!“ klagen. Aber hier wird den praktizierenden Verlagen sehr oft Unrecht getan.

Übersieht man doch auch gerne, dass eben diese Veröffentlichung, auch für den kleinen Mann, vor einigen Jahren noch gar nicht in dieser Form möglich war. Die Chance zum eigenen Buch war weniger als null.

Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe. So schickte ich einmal an einen Verlag, der ohnehin innerhalb der Branche einen zweifelhaften Ruf hatte, unter falschem Namen und der Adresse einer Freundin, ein Manuskript mit der Bedienungsanleitung einer Waschmaschine ab der dritten Seite. Ich bekam prompt ein Veröffentlichungsangebot unter einer Eigenbeteiligung von „nur 18.500 €“ mit einer einseitigen Anpreisung meines schriftstellerischen Talentes!

Wer hier natürlich unterschreibt, ist selber schuld! Leider unterschreiben dort anscheinend aber sehr viele, denn dieses Haus existiert seit über zehn Jahren! Und expandiert!

Man sollte es nicht glauben…

Wenn Sie aber auf einige Merkmale achten, die helfen die Lämmer von den Wölfen zu unterscheiden, haben Sie zwar vielleicht nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg, aber wenigstens die Gewissheit, dass Sie nicht übers Ohr gehauen werden. Hier eine kleine Checkliste:

-Leisten Sie keine Zahlung für die Prüfung des Manuskriptes, ist diese nicht kostenlos, hat man gar kein ernsthaftes Interesse. Meist bekommen Sie es ungelesen, dafür mit Rechnung angeheftet, zurück.

-Hüten Sie sich vor zu schnellen Antworten. Zusagen, die Sie innerhalb der ersten Tage bekommen, sind pauschal, Ihr Buch hat niemand gelesen.

-Beteiligungssummen hängen stark vom Korrekturaufwand und damit maßgeblich auch vom Umfang und/oder der Wortanzahl ab.

Für beispielsweise ein Buch im Format A5, 200 Seiten sind Beteiligungen über 3.000 € fast nicht mehr gerechtfertigt. Es begegnen einem heute auch schon einmal Summen von bis zu 30 000 €, von größeren Häusern so angeboten. Hier ist aber der gewaltige Angestelltenapparat der Preistreiber. (Und natürlich gibt es leider auch Häuser die nur am Autor verdienen wollen und nicht am verkauften Buch!) Sicherlich bekommen Sie die gleiche Leistung auch bei einem kleineren Haus, mit aber einem Bruchteil der Kosten. (Siehe kleine und mittlere Verlage am Ende) Also:

-Preisvergleich lohnt sich! Schicken Sie ruhig an mehrere Verlage, warten Sie ab und entscheiden Sie dann. Sie werden sich wundern, wie sehr hier die Summen variieren können.

-Sehen Sie sich die Aktivitäten des Verlags an. Fragen Sie nach Werbemaßnahmen und anderem. Betreibt dieser z.B. keinen Onlineshop oder verschickt keine Werbung, ist dort auch das Interesse am Verkauf vielleicht nicht allzu groß.

Der einzig unbestreitbare Vorteil, den reine Dienstleister (Book on Demand) bieten, ist in der Möglichkeit der Mitgestaltung zu sehen. Mann kann einerseits auf den Erfahrungsschatz dieser Leute zurückgreifen und somit auch auf den Gestaltungsprozess (gegen Aufpreis) Einfluss nehmen. Wie sieht der Einband aus, welche Papierfarben, welche Stärke, Möglichkeiten der Umschlagsveredelung, Schriftbilder etc., dies alles können Sie selbst, je nach Vertragslage, zumindest mitbestimmen. Die Erfahrung und der Rat von dort werden Sie dann in der Regel vor Fehlentscheidungen bewahren.

BoD

„Book on Demand“ wird vielen als ultimativer Ausweg angepriesen. Man versucht hier eigentlich nur die Möglichkeiten der neuen Drucktechniken unserer Zeit zu vermarkten. Den Digitaldruck.

Man verspricht hier, je nach Bedarf, die erforderliche Buchmenge zu drucken. Entfallende Lagerhaltung und die Auflage nicht in hohen Stückzahlen vorfinanzieren zu müssen sind die augenscheinlichen Vorteile. Verschwiegen wird dem Autor jedoch, dass er sich bei diesem Modell um all die rechtlichen und marketing-technischen Dinge selbst kümmern muss. Und schon ist dieser wieder ein Selbstverlag. Die Hürden eines solchen wurden ja im Kapitel „Selbstverlag“ schon beschrieben und ohne einen solchen können und dürfen Sie Ihre im BoD-Verfahrenen hergestellten Bücher nicht vertreiben.

BoD deckt nur die Möglichkeit ab, Ihr Buch in geringsten Stückzahlen zu drucken, sonst nichts!

Kleine und mittlere Verlage

Hier sind Sie eigentlich am besten aufgehoben, Ihre Chancen am größten, dass Ihr Skript auch tatsächlich gelesen wird. Man sucht dort auch den neuen Autor, da der Profi vielleicht nicht bezahlbar ist und dieser auch kein Interesse hätte, sich an einen kleinen Verlag mit begrenzten Werbebudgets herzugeben. Hier haben Sie die echte Chance, Anerkennung und auch einen Platz im Programm zu finden. Diese jedoch können es sich aber nicht leisten, in unsichere Projekte zu investieren oder „Wackelkandidaten“ zu finanzieren, selbst wenn Ihre Chancen sehr hoch sind.

Nehmen wir an, der Lektor dort prognostiziert Ihnen eine wirtschaftliche Erfolgschance von 50%, was ohnehin eine bereits traumhafte Prognose ist. Dies bedeutet, dass von 100 solcher Neuerscheinungen 50 mit einem finanziellen Verlust für den Verlag enden. Also ist hier entweder eine Ablehnung nötig oder eine Beteiligung am Risiko. Daher ist es auch hier möglich und auch gängige Praxis, dass man im Gedanken an die Risikominderung an Sie herantritt und Sie zur Kasse bittet oder eben, genauso wie die Großen, sehr streng selektiert und zu 99,999 % alles rigoros ablehnt.

Großverlage

Jeder kennt Sie, die wenigen ganz Großen. Sie diktieren mit Ihren riesigen Werbebudgets, was gelesen wird und was nicht. Hier geht es nicht um Stückzahlen von Hunderten oder Tausenden. Hunderttausende!

Der dadurch realisierbare niedrige Stückpreis tut das Übrige, um deren Vormachtstellung unerschütterlich zu zementieren, denn nur was auch im Buchladen steht, kann gesehen und auch gekauft werden. Und dort hinein kommt nur, wer entweder sehr gut oder billig ist, billiger als die anderen!

Hier sein Skript unterzubringen ist eigentlich völlig unmöglich. Und selbst wenn Ihnen ein hochwertiges Skript gelingt, wird man es dort scheuen, sich Ihrer anzunehmen, aus dem einfachen Grunde: Sie sind neu! Und neu heißt unwissend, unwissend was so viele Dinge angeht, Sie würden natürlich Fragen stellen schon im Vorfeld des Vertragsschlusses.

Viele Fragen!

So viele, dass sich dort die Frage stellen wird: Warum soll man diese Zeit und Mühe investieren und am Ende wird man sich vielleicht gar nicht einig?

Genauso wie in der Musikindustrie der Berufsmusiker gerne vor dem Neuling genutzt wird, ist auch hier der Profi eher gefragt. Dieser ist nämlich in der Lage, sozusagen auf Bestellung, je nach Bedarf und Marktlage, die Bücher zu schreiben. Er kennt die Regeln, liefert das Skript im erforderlichen rechtschriftlichen und gestalterischen „Outfit“, der Vertrag ist mit drei Sätzen besprochen und geschlossen, für den Verlag eine runde und vor allem mühelose Sache.

Wie im Showgeschäft auch: Jemand, der den „Beruf“ des berühmten Musikers kennt und in diesem bestehen kann, ist ein wirtschaftlich nutzbarer Faktor, viel eher als einer, der vielleicht talentierter ist, aber (noch) keine Ahnung von der Materie hat. Nicht umsonst geht der Weg sehr vieler berühmter Schauspieler, Musiker und auch Autoren erst einmal über Jahre hinweg durch Schulen, Akademien und Sonstiges, bis diese dann durch Einsätze und Buchungen im kleinen Rahmen das Handwerk erst einmal erlernen.

Ebenso braucht auch der Großverlag Autoren, die sozusagen auf Knopfdruck funktionieren. Der wahnsinnig talentierte, aber unwissende Neue ist dort einfach nicht gefragt.

Und so haben diese natürlich ihre Hausautoren, die sie nutzen. Neulinge – Nein danke. Natürlich kann man dies nicht verallgemeinern, aber die Ausnahmen, die es gibt, sind verschwindend gering und auch nur möglich, wenn Sie über entsprechende Kontakte zu den obersten Etagen verfügen.

Noch mehr Fragen? Einfach eine Email schreiben an support@verlagshaus-schlosser.de.