Und am 8. wurde ich 16

Heinz Kindereit, Jahrgang 1929 kam als etwa Dreijähriger mit seiner Halbschwester wegen einer schweren Erkrankung der Mutter zu den Großeltern nach Schlesien.
Nach über einem Jahr die Rückkehr nach Berlin, aber Schlesien war noch einige Zeit die Heimat. Durch alle großen Schulferien wurde das Heimatgefühl noch verstärkt. Aufgrund der KLV (Kinder-Land-Verschickung) wegen der Luftangriffe auf Berlin kam er wieder für das 6.-7. Schuljahr nach Schlesien. Nach acht Schuljahren: Beginn der Lehre als Starkstrommonteur bei der AEG. Im Urlaub trifft er auf Vera, ein Mädchen aus besserem Hause, seine erste große Liebe. Durch drei WE-Lager (Wehr-Ertüchtigungs-Lager) beeinflusst und durch das Vorrücken der Roten Armee in Schlesien meldet er sich als Kriegsfreiwilliger. Erst bei der Vereidigung war ihm klar, dass er in der SS-Panzergrenadier Division „Hitler-Jugend“ gelandet war. Als letztes Aufgebot gelingt es ihm mit sehr viel Glück und eigenem Zutun, die letzten Kriegstage lebend zu überstehen. Am 7. Mai war er wieder zu Hause und am 8. wurde er 16.

In dieser Biographie erzählt Heinz Kindereit von seiner bewegten Kindheit.